Umweltprämie: Alles zum Thema Diesel-Umtauschprämie

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Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge gelten bereits in mehreren Städten. Vor allem in den Innenstädten wird das Fahrverbot weiter ausgeweitet, um durch die Reduzierung der Feinstaubkonzentration die Luftqualität zu verbessern. Die Umweltprämie dient als Anreiz dafür, ältere Diesel-Modelle, die der aktuellen Abgasnorm nicht mehr entsprechen, gegen moderne, „sauberere“ Fahrzeuge einzutauschen.

Ist dein Fahrzeug ein Diesel älteren Jahrgangs, bist möglicherweise auch du vom Diesel-Fahrverbot betroffen. Aber auch abgesehen davon macht es Sinn, den Schadstoffausstoß auf deutschen Straßen zu reduzieren. Hier greift die Umweltprämie: Der Kauf eines neuen Diesels wird im Rahmen der Umweltprämie mit bis zu 10.000 Euro Rabatt auf den Kaufpreis des neuen Wagens belohnt. Nicht nur für die Umwelt ein sinnvoller Tausch – auch dein Geldbeutel profitiert!


Inhaltsverzeichnis

  1. Was hat es mit der Umweltprämie auf sich?
  2. Diesel-Umtausch: Wer erhält Rabatte?
  3. In diesen Städten gilt Diesel-Fahrverbot
  4. Umweltprämie: Checkliste
  5. Umtauschprämie und Leasing – geht das?
  6. Umweltprämie: Vorteile
  7. Umweltprämie: Nachteile
  8. Umweltprämie nach Marken
  9. Unterschied Umweltprämie und Wechselprämie
  10. Umweltprämie: wie lange noch?
  11. Welche Abgasnorm hat mein Auto?
  12. Wie und wo erfolgt die Verschrottung meines Fahrzeugs?

1. Was hat es mit der Umweltprämie auf sich?

Was hat es mit der Umweltprämie auf sich?

Ursprünglich wurde die Umweltprämie, die auch Abwrackprämie genannt wird, als staatliche Prämie in Höhe von 2.500 Euro unter bestimmten Voraussetzungen gewährt, wenn ein altes Diesel-Fahrzeug, das der neuen Diesel-Abgasnorm nicht mehr entsprach, verschrottet und ein Neu- oder Jahreswagen zugelassen wurde.

Eingeführt wurde die Umweltprämie erstmals 2009 im Rahmen des von der Großen Koalition verabschiedeten Konjunkturpakets II. Finanziert wurde sie aus einem Sondervermögen des Bundes, dem sogenannten Investitions- und Tilgungsfonds. Die Annahme von Umweltprämie-Anträgen endete bereits im September 2009, als die von 1,5 auf fünf Milliarden Euro erhöhten Mittel des Bundes zur Finanzierung der Prämie erschöpft waren.

Die neue Form der Umtauschprämie bietet Autobesitzern erneut die Möglichkeit, bei Verschrottung eines alten Diesel-Fahrzeugs von attraktiven Vergünstigungen beim Kauf eines Neuwagens oder eines jungen Gebrauchten zu profitieren. Die Höhe der angebotenen Rabatte variieren dabei je nach Hersteller und Fahrzeugmodell. Wie hoch die Abwrackprämie für dein Auto ausfällt, ist sowohl abhängig vom Fahrzeugmodell, das du verschrotten lässt als auch vom Modell und der Antriebsart des Wagens, den du stattdessen anschaffen wirst.

2. Diesel-Umtausch: Wer erhält Rabatte?

Ob du für deinen alten Diesel eine Wechselprämie erhältst und wie hoch der Rabatt auf deinen neuen Wagen ausfällt, ist unter anderem vom Hersteller beziehungsweise Modell des Altwagens abhängig. Um in den Genuss dieser Prämie zu kommen, unterliegt dein Altfahrzeug mit Dieselmotor der Abgasnorm Euro 1, 2, 3, 4 oder 5.

Die Umtauschprämie, auch Diesel-Abwrackprämie oder Umstiegsprämie genannt, zielt vor allem auf Fahrzeughalter ab, die in den insgesamt 15 sogenannten Intensivstädten leben beziehungsweise arbeiten. Um einen älteren Diesel durch einen neuen, sauberen zu ersetzen, bist du als Fahrzeugbesitzer dazu verpflichtet, nachzuweisen, dass dein Auto nicht der geltenden Abgasnorm unterliegt.

Auf den Restwert des Fahrzeugs, der in der Regel mithilfe der so genannten DAT- oder Schwacke-Liste ermittelt wird, wird dann die Prämie des Herstellers aufgeschlagen, um die Lücke zum Kaufpreis eines neuen Euro-6-Diesels möglichst klein zu halten. Die Umtauschprämie gilt sowohl für Neu- als auch für Gebrauchtfahrzeuge. Die Wertbestimmung mit der DAT- oder Schwacke-Liste ist allerdings kostenpflichtig. Wer den Wert seines Gebrauchtwagens kostenlos bestimmen will, kann dies mit wirkaufendeinauto.de tun.

3. In diesen Städten gilt Diesel-Fahrverbot

Für die Höhe der Umweltprämie, die du beim Tausch eines Alt-Diesels gegen ein neueres Fahrzeug in Anspruch nimmst, spielt neben der Abgasnorm deines Wagens auch dein Wohnort eine entscheidende Rolle. In diesen 15 deutschen Städte-Regionen wird der Umtausch alter Diesel aufgrund einer verstärkten Luftbelastung besonders gefördert:

  • Kiel
  • Hamburg
  • Bochum
  • Düsseldorf
  • Düren
  • Köln
  • Limburg an der Lahn
  • Darmstadt
  • Frankfurt am Main
  • Heilbronn
  • Ludwigsburg
  • Backnang
  • Stuttgart
  • Reutlingen
  • München

Die genannten Städte beziehungsweise Regionen sind mit mehr als 50 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter besonders stark betroffen. Es ist geplant, das bestehende Konzept für saubere Luft auf insgesamt 65 Städte auszuweiten, die den zulässigen Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschreiten.

4. Umweltprämie: Checkliste

Folgende Voraussetzungen gelten, um Anspruch auf die Diesel-Wechselprämie zu haben:

  • dein zu tauschender Wagen ist seit mindestens sechs Monaten auf dich zugelassen
  • dein altes Diesel-Fahrzeug unterliegt der Abgasnorm Euro 1 bis 4
  • zertifizierte Verschrottung durch den Händler (relevant ist hierbei auch das Zeitfenster, in dem die Verschrottung stattfindet) oder Inzahlungnahme deines Altwagens
  • Nachweis, dass du in einer der 15 „Intensivstädte beziehungsweise -regionen“ lebst oder arbeitest (es gibt dafür auf vielen unabhängigen Seiten einen einfachen Postleitzahlen-Check)

5. Umtauschprämie und Leasing – geht das?

Anspruch auf Umtauschprämien hast du nicht nur beim Kauf eines Neuwagens. In den meisten Fällen lassen sie sich auch mit einem Leasing-Vertrag oder einer anderen Finanzierungsvariante kombinieren. Je nach Händler oder Autobörse stehen dir hier unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung.

6. Umweltprämie: Vorteile

Die Umweltprämie für Dieselfahrzeuge bietet bei Verschrottung deines alten Diesels einen attraktiven Nachlass auf den Kaufpreis eines Neuwagens oder jungen Gebrauchten. Damit sparst du nicht nur Geld, sondern leistest auch einen Beitrag zur Verringerung des Schadstoffausstoßes.

7. Umweltprämie: Nachteile

Die Höhe der Umweltprämie ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren: zum einen von dem Fahrzeugtyp des zu verschrottenden Diesels, zum anderen auch vom eigenen Wohn- beziehungsweise Arbeitsort sowie von dem Autotyp beziehungsweise -modell, das neu gekauft wird. Das kann zu Verunsicherung beim Kunden führen.

8. Umweltprämie nach Marken

Bis zu 10.000 Euro Rabatt verspricht die Umweltprämie, wenn du deinen alten Diesel gegen ein neues, schadstoffarmes Fahrzeug eintauschst. Dass das Ersparnis nicht in jedem Fall so hoch ausfällt, hängt maßgeblich vom Hersteller des Wagens ab.

Als Käufer stehst du etwa bei BMW, Audi, VW oder Mercedes gut da. Bei BMW und Mini beispielsweise beträgt die Umweltprämie pauschal 6.000 Euro und wird zusätzlich zum Händlerrabatt vom Kaufpreis abgezogen. Die Prämie umfasst in diesem Fall den Restwert deines alten Autos, den Händlerrabatt sowie 6.000 Euro extra. Allerdings sind nur alte BMW oder Minis eintauschbar, keine Autos anderer Hersteller.

Der Umtausch eines alten Opel, Fiat, Kia oder Toyota lohnt sich dagegen häufig nicht. Ob dir die Wechselprämie Vorteile bringt, findest du schnell heraus, wenn du entsprechende Konfiguratoren im Internet nutzt.

9. Unterschied Umweltprämie und Wechselprämie

Die Umweltprämie erhältst du, wenn du ein altes Diesel-Fahrzeug mit Schadstoffklasse Euro 1 bis 4 verschrotten lässt und ein neues Diesel-Fahrzeug kaufst. Die Marke des zu verschrottenden Fahrzeugs ist dabei bei einigen Händlern egal, während andere nur Autos desselben Herstellers annehmen.

Von vielen Händlern wurde die Wechselprämie in den besonders CO2-belasteten Städten und Landkreisen bis Anfang 2019 anstelle der Umweltprämie gewährt. Mittlerweile wird die Wechsel- beziehungsweise Umtauschprämie unabhängig vom Wohnort gezahlt. Sie gilt, wenn du deinen Neu- oder Jahreswagen mit Diesel- oder Benzinmotor kaufst, least oder finanzierst und deinen alten Diesel mit der Schadstoffklasse Euro 4 oder 5 in Zahlung gibst.

Die Umweltprämie:

  • gilt bei Rücknahme aller Diesel mit Abgasnorm Euro 1 bis 4
  • wird beim Kauf eines Diesels oder jungen Diesel-Gebrauchten wirksam
  • greift unter Umständen auch beim Kauf eines Benziners (wenn du innerhalb einer besonders belasteten Region oder einem angrenzenden Landkreis wohnst oder arbeitest)
  • beinhaltet die zeitnahe Verschrottung des Altfahrzeugs
  • wird anstelle des Restwerts deines Altwagens ausgezahlt

Die Wechselprämie:

  • greift bei Inzahlungnahme von Dieseln mit Abgasnorm Euro 4 bis 5
  • lässt sich auf den Kauf eines Neufahrzeuges oder jungen Gebrauchten anwenden (unabhängig davon, ob es sich um ein Auto mit Diesel- oder Benzinmotor, Hybrid- oder Elektroantrieb handelt)
  • wird zusätzlich zum Restwert deines Altwagens ausgezahlt

10. Umweltprämie: Wie lange noch?

Nicht alle Hersteller bieten nach wie vor Rabatte im Rahmen der Umtauschprämie an. Es lohnt der individuelle Vergleich: Einige Hersteller haben ihre Rabattaktionen auf den Diesel-Tausch für das Jahr 2019 verlängert, bei anderen ist die Aktion bereits beendet.

11. Welche Abgasnorm hat mein Auto?

Um herauszufinden, welche Abgasnorm dein Fahrzeug hat, wirf einen Blick in den Fahrzeugschein: In Zulassungsbescheinigungen, die ab dem 1. Oktober 2005 ausgestellt wurden, findest du den Abgasnorm-Schlüssel im Feld 14.1. (Mitte, unten).

Bei älteren Fahrzeugscheinen beträgt die höchstmögliche Abgasnorm Euro 4. Die genaue Abgasnorm steht normalerweise in Feld 1. Je nach angegebenem Schlüssel lässt sich die jeweilige Schadstoffklasse ablesen:

  • Schlüsselnummer: 36NO bis 36YO
  • Schadstoffklasse: Euro 6
  • Schlüsselnummer: 35AO bis 35MO
  • Schadstoffklasse: Euro 5
  • Schlüsselnummer: 32, 33, 38, 39, 43, 62–70
  • Schadstoffklasse: Euro 4
  • Schlüsselnummer: 30, 31, 36, 37, 42, 44–61
  • Schadstoffklasse: Euro 3
  • Schlüsselnummer: 25-29, 34, 35, 40, 41, 49, 71
  • Schadstoffklasse: Euro 2
  • Schlüsselnummer: 01-04, 09, 11–14, 16, 18, 21, 22, 77
  • Schadstoffklasse: Euro 1
  • Schlüsselnummer: 00, 05-08, 10, 15, 17, 19, 20, 23, 24, 88
  • Schadstoffklasse: andere

12. Wie und wo erfolgt die Verschrottung meines Fahrzeugs?

Um die fachgerechte Verschrottung kümmert sich in der Regel der Händler, mit dem du den Diesel-Tausch vereinbart hast. Egal, ob du einen Neuwagen kaufst oder deinen alten Diesel gegen einen jungen Gebrauchten eintauschst: Er übernimmt dein Altfahrzeug bei Inanspruchnahme der Umweltprämie und organisiert die fachgerechte Verschrottung mit einem zugelassenen Demontagebetrieb. Vor der Verschrottung benötigt der Händler eine Kopie des Fahrzeugscheins und des Fahrzeugbriefs deines alten Wagens sowie einen Identitätsnachweis von dir, um die Verschrottung in die Wege zu leiten.

Solltest du dich selbst um die Verschrottung deines Altwagens kümmern, benötigt der Händler folgende Unterlagen, um den Umweltbonus in vollem Umfang zu gewährleisten:

  • Verschrottungszertifikat
  • Verwertungsnachweis
  • Original KFZ-Brief und KFZ-Schein