Autogas (LPG) News Archiv April - August 2012

Im News Archiv finden Sie ältere Autogas / Flüssiggas (LPG) News und Tipps

Wirkaufendeinauto.de informiert Sie fortlaufend über aktuelle Autogas / Flüssiggas-Trends und Entwicklungen. Die neuesten Nachrichten finde Sie in unserer Rubrik Aktuelles: Autogas News und Tipps.

Benzinpreis auf Rekordniveau: Kraftstoffpreise so hoch wie noch nie

23. August 2012
Tankstelle mit Zapfanlage

Foto: Marcus Gottwald · pixelo.de

Alle Jahre wieder! Rechtzeitig zur Urlaubs- und Feriensaison in Deutschland steigen die Preise für Benzin- und Diesel-Kraftstoff sprunghaft an. Das vergangene Wochenende bestätigt das seit Jahren sichtbare Muster erneut. Wie der ADAC ermittelte, kostete der Liter Super E10 so viel wie noch nie. Im Bundesdurchschnitt wurde den ADAC-Studien zufolge erstmals die Marke von 1,692 € für den Liter der Sorte Super E10 geknackt.

Damit wurde der vormalige Höchstpreis vom 18. April 2012 noch einmal um 1 Prozent übertroffen. Tatsächlich fanden Autofahrer am vergangnen Wochenende an vielen Tankstellen Super E10 Höchstpreise von 1,70 € vor. Für Super E5 mussten vielfach sogar 1,76 € entrichtet werden. Auch viele Fahrer eines Diesel dürften sich am Samstag erschrocken haben. Sie wurden nach ADAC Angaben immerhin mit 1,53 € zur Kasse gebeten.

Die Mineralölindustrie gab auf Anfrage des ADAC sogar einen Preis in Höhe von 1,72 € pro Liter Super E10 an. Entgegen der Betrachtung des ADAC bezieht diese Angabe der Mineralölindustrie keine Preise der Freien Tankstellen mit ein. Damit dürften viele Kraftstoff-Kunden am Wochenende und in der Hauptreisezeit noch einmal erheblich teurer getankt haben, denn statistisch tanken vier von fünf Kraftstoff-Kunden - freiwillig - ausschließlich an Tankstellen der deutschen Top fünf Markenanbieter wie z.B. Aral, Esso, BP etc.

Die Gründe für den Preisanstieg sind komplex. Zunächst immer aktuell ist der Vorwurf der Preistreiberei in oligopolen, kartellartigen Strukturen im Tankstellenmarkt, denen Bundesregierung und Kartellaufsicht durch die jüngst eingeführte Meldepflicht für Kraftstoff-Preisänderungen auf die Spur kommen möchten. Erhöht oder senkt ein Konzern/Betreiber in einem Bezirk die Preise, ziehen die anderen meist schnell nach. Höhe und Zeitpunkt der Anpassung steuert die Konzernzentrale vielfach inzwischen digital.

Dazu kommen derzeit auch andere gewichtige negative Effekte zum Tragen, die eine Steigerung des Benzinpreises auf das aktuelle Rekordniveau möglich gemacht haben.

Tatsächlich hat zunächst der Rohölpreis mit 114,24 US Dollar pro Barrel am Montag nach einem vorübergehenden Jahrestiefstand im Juni wieder ein recht hohes Niveau erreicht und liegt rund 6 US Dollar über dem Niveau des Vorjahres zum gleichen Zeitpunkt. Nicht zuletzt das öl-Embargo gegen den Iran sowie der Konflikt in Syrien verunsichern die Märkte. Spekulation wird begünstigt.

Der schwache Eurokurs in Folge der Euro-Finanzkrise verteuert zudem den Einkauf von ölprodukten am Weltmarkt, da öl und ölprodukte weltweit in US Dollar gehandelt werden. Damit verteuern sich Benzin und Diesel aus Eurosicht zusätzlich.

Kraftstoffexperten befürchten weitere Preissteigerungen als Folge diverser anstehender Umstrukturierungen im Bereich der Raffinerien einzelner Konzerne, denn aktuell zementieren die Konzerne das vorherrschende Prinzip, nachdem sich die großen Mineralölkonzerne Investitionen in die milliardenteuren Raffinerien teilen und diese gemeinsam betreiben. Natürlich beziehen die Betreiber den raffinierten Kraftstoff zu gleichen Preisen, wodurch der Wettbewerb weiter massiv behindert wird.

Eine Steuerquote von rund 53 Prozent auf dem Benzin-Nettopreis tut ihr übriges. Nicht ganz zu unrecht weisen die Mineralölkonzerne darauf hin, dass der Nettopreis für bspw. Benzin in Deutschland im europäischen Vergleich einer der niedrigsten ist.

Besser haben es da Autofahrer, die mit dem umweltschonenden Alternativkraftstoff Autogas (LPG) unterwegs sind, denn dieser ist noch bis Ende 2018 steuerlich begünstigt. Grund ist die 2006 vom Deutschen Bundestag beschlossene Steuerbegünstigung für Alternativ-Kraftstoffe wie Erdgas und LPG-Flüssiggas (Autogas), die als Teil des deutschen Klimaschutzplans bis zum Jahr 2018 gesetzlich verankert ist (bis 2018 ermäßigter Satz in Höhe von 9,74 Cent / L, danach 22,1 Cent / L).

Weitere Informationen:

Vorteile der Autogas-Umrüstung

Autogas-Anlagen für Benzin-Direkteinspritzer:
Prins VSI-DI oder Vialle LPdi ?

09. Juli 2012

Prins VSI-DI in einem Turbo Motor

Foto: Prins VSI-DI Anlage · Prins.eu

Immer mehr moderne Neufahrzeuge mit Ottomotor (Benziner) sind mit einem Motor mit Direkteinspritzung ausgestattet. Was Autos mit Benzin-Direkteinspritzer allgemein hin noch leistungsfähiger und sparsamer macht, führt im Gasbetrieb jedoch zuweilen zu Problemen.

Noch vor zwei Jahren trauten sich daher nur wenige Autogas-Umrüster an die Direkteinspritzer-Motoren wie z.B. Volkswagen TSI, FSI, Ford SCi oder Mercedes CGI heran. Die Umrüstung mit normalen vollsequenziellen Autogas-Anlagen führte nicht selten zu unruhigem Laufverhalten in umgerüsteten Motoren mit Direkteinspritzung. Fehlzündungen im oberen Drehzahlbereich waren häufig die Folge. Doch steigende Absatzzahlen von Fahrzeugen mit Benzin-Direkteinspritzer - vor allem forciert durch die Massenhersteller VW und Ford - haben die führenden Autogas-Anlagen Hersteller gezwungen Ihre Anlagen zu verbessern.

Besonders die Premium-Anlagen-Hersteller Vialle und Prins haben mit Ihren Anlagen Vialle LPdi bzw. Prins VSI-DIspeziell auf die einzelnen Motoren der verschiedenen Hersteller abgestimmte Autogas-Anlagen entwickelt.

In unserem Artikel Autogas-Anlagen für Benzin-Direkteinspritzergehen wir detailliert auf die Vialle LPdi Anlage sowie ihren etablierten Konkurrenten Prins VSI-DI ein. Wir zeigen auf, worin sich die Anlagen unterscheiden und für welche Fahrzeugmodelle sie prinzipiell geeignet sind.

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Tipp: So finden Sie den richtigen Gebrauchten für Ihre Autogas-Umrüstung

13. Mai 2012

Neue Autoschluessel

Bei Benzinpreisen um 1,60 € für den Liter Superbenzin finden sich Deutsche Autofahrer plötzlich in der automobilen Wirklichkeit wieder. Schnell werden profitsüchtige Mineralölkonzerne und ein steuergieriger Staat für die Preissteigerungen bei Benzin- und Diesel-Kraftstoff verantwortlich gemacht. Doch verdeckt die aktuelle Diskussion nur zu oft den Blick auf die Tatsachen: öl ist eine immer knapper werdende Ressource auf die es immer mehr Konsumenten abgesehen haben. Besonders China und Indien werden zukünftig noch mehr Rohöl für sich in Anspruch nehmen.

So kann es nicht verwundern, dass sich Autofahrer immer mehr für alternative Antriebskonzepte interessieren. Besonders der umweltfreundliche Alternativkraftstoff Autogas (LPG) erfeut sich wachsender Beliebtheit. Im Vergleich zu Benzin entlastet es die Umwelt durch einen etwa 15 Prozent geringeren Ausstoß an CO2. Noch bis Ende 2018 profitieren Autogas-Fahrer außerdem von einem günstigeren Steuersatz für Autogas gegenüber Benzin und Dieseltreibstoff.

Viele Automobilhersteller haben den Trend erkannt und sind seit längerem darauf bedacht, Fahrzeuge herzustellen, die mit dem umweltfreundlichen Treibstoff Autogas direkt ab Werk betrieben werden können (siehe Artikel Neufahrzeug-Tipp: Autogas-Fahrzeuge mit Autogas-Anlage (LPG) ab Werk). Doch kann sich nicht jeder Bürger einfach ein Neufahrzeug leisten. Angesichts massiv gestiegener Dieselpreise auf zuletzt 1,44 € / Liter lautet die wirtschaftlischste Alternative:

Ein günstiger gebrauchter Benziner der sich günstig auf Autogas (LPG) umgerüsten lässt.

Doch wird die Suche nach einem geeigneten Gebrauchten schnell zum Roulettespiel wenn beim Kauf gleich eine Umrüstung auf den günstigen Alternativkraftstoff Autogas (LPG) mit eingeplant wird, denn nicht jeder Benziner ist dafür gleich gut geeignet. So lassen sich beispielsweise nicht alle Motoren mit Benzin-Direkteinspritzer (FSI, TSI) umrüsten. Wirkaufendeinauto.de verrät Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie einen Gebrauchtwagen kaufen und im Anschluss gleich auf Autogas umrüsten lassen wollen.

Technischen Zustand des Wunschfahrzeugs prüfen

Es ist auf jeden Fall erforderlich, den Zustand des Motors im Wunschfahrzeug gründlich unter die Lupe zu nehmen.Abgenudelte Aggregate mit deutlichen Verschleißerscheinungen führen im Autogas Betrieb zu Problemen. Die Benzinzufuhr muß korrekt eingestellt sein, der Motor richtig rund laufen. Zwar dürften Laien den technischen Zustand eines Motors ohne Expertenhilfe kaum vernünftig beurteilen können, jedoch hilft häufig schon ein einfache Faustregel: Besonders geeignet für eine Autogas-Umrüstung sind solche Motoren, die noch jung sind und vor allem auf Langstrecken eingesetzt wurden. Musste ein Motor in erster Linie auf Kurzstrecken arbeiten, ist ein deutlich stärkerer Verschleiß zu erwarten. Im Falle des Zweifels empfehlen wir Ihnen mit dem Wunschwagen beim TÜV oder KüS vor zu fahren. Ein Gebrauchtwagen Check ist für rund 80 Euro zu haben und schütz auch vor anderen bösen überraschungen beim Autokauf.

Besonderes Augenmerk ist auf die Ventile zu richten. Diese müssen einwandfrei sein und gegebenenfalls erneuert werden.

Motorventile auf Tauglichkeit prüfen

Einige Hersteller, wie zum Beispiel Mercedes Benz, lehnen ADAC-Angaben zufolge die Autogasumrüstung generell ab. Grund sind mögliche Probleme an den Motorventilen. Bei der Verbrennung von Autogas entstehen grundsätzlich höhere Temperaturen als bei der Verbrennung von Benzin. Außerdem fehlen dem trocken Gasgemisch Schmier- und Pflegestoffe. Die Folge kann ein erhöhter Verschleiß an den Ventilen, den Ventilsitzringen oder am gesamten Zylinderkopf sein, wenn die herstellerseitig montierten Ventile nicht ausreichen gehärtet sind. Doch Mercedes Fans und Freunde von Modellen mit ungehärteten Ventilen können beruhigt sein, den in vielen Fällen ist eine Umrüstung auf Autogas dennoch möglich. "Theoretisch kann man jeden Benzinmotor gasfest machen", sagt Andrea Gärtner vom ADAC-Technikzentrum in Landsberg. So ist bei den wenigen extrem problematischen Modellen der Austausch der Ventilsitzringe oder Ventile gegen speziell gehärtete Bauteile möglich. Vielfach genügt aber bereits die Beimengung von Autogas Additiven - also die Beimengung von Schmier- und Pflegestoffen in den Tank oder direkt in den Verbrennungsprozess (siehe Autogas Zubehör und Additive). Die Mehrkosten für ein Additiv-System betragen rund 80 €.

Doch Vorsicht: Nicht alle modernen Fahrzeuge mit Direkteinspritzer lassen sich auf das Flüssiggas Autogas umrüsten. Eine Liste umrüstbarer Modelle mit Benzin-Direkteinspritzer finden Sie im Bereich Preise und Kosten: Autogas-Anlagen für Motoren mit Direkteinspritzung (z.B. FSI, TSI ...)

Schon vorher Expertenrat suchen

Bei welchen Motoren solche Probleme auftreten können und bei welchen nicht, kann am ehesten ein seriöser Fachmann beurteilen. Die Automobilhersteller selbst sind hier meist eine schlechte Informationsquelle da diese mit den aktuellen Stand der Technik im Bereich der Autogas-Umrüstung oft nicht vertraut sind und daher sehr konservative Angaben machen. Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Gebrauchten zu kaufen, um ihn auf Autogas umzurüsten zu lassen, sollte sich vorher lieber vorher ein Angebot eines seriösen Umrüstungsbetriebes erstellen lassen.

Wirtschaftlichkeit beurteilen

Vor dem Kauf eines Gebrauchten sollten Sie natürich beurteilen, wie viele Kilometer Laufleistung Ihr Wunschfahrzeug maximal haben sollte, damit eine Umrüstung für das konkrete Fahrzeug unter finanziellen Gesichtspunkten wirtschaftlich ist (die Umwelt freut sich immer). Die Referenzpreise typischer Fachwerkstätten finden Sie unter Preise und Kosten. Kalkulationen stellen Sie im Wirtschaftlichkeitsrechner an.

Berücksichtigen Sie die hier aufgeführten Punkte, werden Sie schon bald viel Freude an Ihrem neuen Autogas-Fahrzeug haben.

Zum Archiv

ältere Autogas / LPG News und Tipps finden Sie im Autogas News Archiv Dezember 2011 bis März 2012.

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