Wie pflege ich mein Auto im Sommer richtig?

Im Sommer wird Dein Auto innen und außen durch Hitze und Schmutzpartikel stark beansprucht. Daher ist die passende Pflege in dieser Zeit besonders wichtig.

04.07.2018

Autopflege im Sommer

Wie jede Jahreszeit stellt auch der Sommer Deinen Wagen vor einige Herausforderungen. Lack-, Scheiben-, oder Kunststoffschäden sind dabei nicht selten die Folge. Doch durch eine regelmäßige Pflege mit geeigneten Pflegemitteln schützt Du Dein Auto vor Schäden und erhälst seinen Wert.

1. Pflegemittel für die Reinigung und Wartung

Für die Autopflege gibt es in Fachgeschäften, Tankstellen oder im Online-Handel eine große Auswahl an Produkten. Speziell für die Pflege im Sommer empfiehlt wirkaufendeinauto.de folgende Pflegemittel und -produkte:

  • Sommer-Scheibenwischwasser
  • Insektenentferner
  • Felgenreiniger
  • Reifenschaum
  • Vaseline oder Gummipflegemittel
  • Kunststoff-Auffrischer
  • Weiche Schwämme und Bürsten
  • Rasierschaum (Hausmittel)

2. Außenpflege des Wagens

Neben den Reifen und Felgen werden im Sommer besonders auch die Frontscheibe und der Lack Deines Wagens in Mitleidenschaft gezogen. Gründe hierfür sind Staub, Pollen und Insekten, deren Rückstände sich durch die sommerliche Hitze verhärten. Im schlechtesten Fall führen sie zu irreparablen Schäden, die die Sicherheit gefährden und den Wert Deines Wagens mindern. Um das zu verhindern ist es ratsam, das eigene Auto regelmäßig zu waschen und zu pflegen.

Schäden am Lack vorbeugen

Nicht nur verkrustete Insektenreste, Staub und Pollen sondern auch Harze von Bäumen oder Vogelkot beschädigen den Lack Deines Autos. Die Säuren greifen den Lack an und verursachen Risse. Diese lassen den Lack stumpf erscheinen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die Verschmutzungen so schnell wie möglich zu entfernen.

Frische und grobe Verunreinigungen auf dem Lack lassen sich in den meisten Fällen bereits durch einen Waschgang mit dem Hochdruckreiniger beseitigen. Auch das Wegwischen einzelner Flecken mit einem Küchentuch ist möglich. Dazu einfach ein feuchtes Küchenpapier auf die verschmutzte Stelle legen, einige Minuten einwirken lassen und danach abwischen.

Insektenschmutz beseitigen

Für verhärtete Insektenreste, Harze und Vogelkot empfiehlt sich ein Insektenentferner. Achte bei der Verwendung von Reinigern stets auf die richtige Einwirkzeit, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Auch unschöne Flecken werden so vermieden. Nach dem Einwirken werden Reiniger und Schmutz mit ausreichend Wasser abgewaschen. Nutze dazu einen weichen Schwamm.

Die im Handel erhältlichen Insektenschwämme sind nicht für Autolack, Scheiben oder Nummernschilder geeignet. Sie verursachen ebenfalls Kratzer und Beschädigungen.

Das Auto von Pollen und Staub befreien

Bei der Reinigung des Autolacks ist zu beachten, dass Staub und Pollen eine feinkörnige Struktur besitzen. Um Kratzern und Rissen im Lack aus dem Weg zu gehen ist es daher sinnvoll, den Wagen zunächst selbst oder in der Waschanlage nur mit Wasser zu säubern. Dies gelingt mithilfe eines Hochdruckstrahlers oder mit einem leichten Schwamm und viel Wasser. Anschließend hilft eine Politur, den Glanz des Lacks wiederherzustellen. Ein weiterer Vorteil einer erneuten Lackpolitur besteht darin, dass neue Verschmutzungen später leichter zu entfernen sind.

Die Frontscheibe reinigen

Schmutz auf der Frontscheibe sieht nicht nur unschön aus, er behindert auch die klare Sicht. Für die Autopflege im Sommer gilt daher: Setze anstelle des Ganzjahresreinigers in der Scheibenwischanlage auf ein besonderes Präparat für den Sommer. Die in diesem Mittel enthaltenen Insektenentferner beseitigen auch hartnäckige Schmutzreste und beugen Schlieren auf der Scheibe vor.

Nummernschilder säubern

Staub und Schmutz setzen sich vor allem auch an Nummernschildern ab, wodurch diese unleserlich werden. Um den Dreck zu entfernen ist es möglich, Rasierschaum zu verwenden. Das Hausmittel wird nach einer kurzen Einwirkzeit mit einem weichen Schwamm abgewischt. So erstrahlt das Nummernschild wieder in neuem Glanz.

Auf die Verwendung von harten Schwämmen ist nach Möglichkeit zu verzichten, da diese die Zulassungs- und TÜV-Plaketten zerkratzen.

Reifen und Felgen prüfen

Kontrolliere Felgen und Reifen auf Schäden und Verschleiß. Wenn nötig sollten Schäden ausgebessert und verschlissene Teile ersetzt werden. Denn gerade in der sommerlichen Hitze können diese Schäden zum Platzen des Reifens führen. Überprüfe auch regelmäßig den Reifendruck.

Um Bremsstaub und Straßenschmutz materialschonend von Felgen und Reifen zu lösen, ist säurefreier Felgenreiniger und Reifenschaum zu empfehlen. Einfach auftragen und nach der angegebenen Einwirkzeit mit Wasser und einem Schwamm abspülen. Hartnäckige Verschmutzungen an schwer erreichbaren Stellen sind mit kleinen Bürsten zu erreichen. Dabei ist es ratsam, auf ein festes Schrubben zu verzichten.

3. Pflege des Innenraums

Hitzeschäden betreffen in den Sommermonaten nicht nur den äußeren Bereich Deines Wagens. Auch Kunststoffe, Polster und Gummidichtungen im Inneren des Fahrzeugs werden durch die Sonne angegriffen. Als Folge zeigt sich eine poröse Struktur des Materials. Um dies zu verhindern ist es sinnvoll, Schutzmatten zu verwenden, die an der Windschutzscheibe befestigt werden. Sie schattieren den Innenraum und regulieren die Temperatur im Fahrzeug.

Neben Sonnenschutzmatten gibt es in Fachgeschäften und Tankstellen auch Kunststoff-Auffrischer für die Armaturen und Mittel für die Polster. Sie sind als Emulsion zum Einreiben oder Spray zum Aufsprühen erhältlich. Zu beachten ist, dass Spraydosen im Sommer nicht im Auto gelagert werden sollten. Durch die Hitze besteht erhöhte Explosionsgefahr. Die Dichtungen des Fahrzeugs, wie sie zum Beispiel an den Türen zu finden sind, pflegst Du mit Vaseline oder speziellen Gummipflegemitteln.

4. Schäden in der Sommersaison vorbeugen

Neben der Reinigung und Wartung Deines Autos gibt es noch weitere sinnvolle Maßnahmen die Dir dabei helfen, Hitzeschäden im Sommer zu vermeiden. Zu diesen zählen das Parken auf schattigen Flächen und das nicht vollständige Füllen des Tanks.

Den Tank nicht vollständig füllen

Zapfsäulen besitzen zwar eine Abschaltautomatik, mit der das Überfüllen des Tanks verhindert werden soll. Dennoch tanken viele Autofahrer gern etwas mehr. Allerdings dehnen sich Benzin und Dieselkraftstoff bei heißen Temperaturen aus. Das Überfüllen kann an Sommertagen daher zum Überlaufen des Tanks führen. Dies stellt durch die erhöhte Brandgefahr ein Sicherheitsrisiko dar. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass auch der Lack des Autos durch den auslaufenden Kraftstoff beschädigt wird.

Sonnenplätze und trockene Wiesen beim Parken meiden

Das Parken in der direkten Sonne hat nicht nur unangenehme Temperaturen im Fahrzeuginneren zur Folge. An besonders heißen Tagen ist es darüber hinaus denkbar, dass die Elektronik des Wagens Schaden nehmen kann. Denn durch die wärmebedingte Ausdehnung während der Parkzeit und die schnelle Abkühlung beim anschließenden Fahren besteht die Möglichkeit, dass es zu Rissen in den Bauteilen kommt. Auch hier schafft eine Sonnenschutzmatte Abhilfe.

Weiterhin gilt für das Parken im Sommer: Meide trockene Wiesen und Felder. Durch die erhitzte Auspuffanlage und den Katalysator ergibt sich ein erhöhtes Brandrisiko. Versuche stattdessen, schattige Plätze auf Stein-, Beton- oder Erdböden zu wählen.

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