Fahrzeug Grundausstattung: Was gehört ins Auto?

Was muss dem Gesetz nach im Auto mitgeführt werden und was ist darüber hinaus sinnvoll? Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihr Auto für Gefahren im Straßenverkehr fit bekommen.

22.11.18

Was muss im Auto sein

Nun steht das neue Fahrzeug vor der Tür. Es riecht noch ganz neu nach Leder oder Kunststoff und glänzt sowohl von außen als auch von innen – und es ist leer. Auch neuen Gebrauchtwagen fehlen oftmals wichtige, vom Gesetzgeber vorgeschriebene Objekte: Keine Warnweste, keine Parkscheibe, keine Arbeitshandschuhe.

Aber was gehört ins Auto? Was kostet Geld, wenn es nicht mitgeführt wird und welche Gegenstände sind praktisch, wenn man mal eine Panne hat? Wenn es sich um das erste eigene Auto handelt oder der Kauf des letzten schon sehr weit zurück liegt, sind PKW-Besitzer oft verunsichert und wissen nicht, welche Sachen sie immer mitführen müssen. Unser Magazin gibt Ihnen die Antwort auf Ihre Frage: „Was muss im Auto sein?“ Von den vorgeschriebenen Gegenständen, über Praktisches bis hin zu Sonderausstattungen, die bei einem Neuwagen nachgerüstet werden können, haben wir Ihnen alle wichtigen Infos zum Thema „Was muss im Auto sein?“ zusammengefasst.

1. Was muss im Auto sein, um kein Bußgeld zahlen zu müssen?

Was muss unbedingt im Auto sein, da es der Gesetzgeber vorschreibt? Drei Gegenstände müssen sich im Fahrzeug befinden, wenn man auf deutschen Straßen unterwegs ist: Ein Verbandskasten, der das Ablaufdatum noch nicht überschritten hat, das Warndreieck, erhältlich in praktischer Faltausführung und – ab 1. Juli 2014 Pflicht – die Warnweste mit Kontrollkennzeichen.

Tipp 1: Der Verbandskasten gehört ins Auto!

Laut StvO § 35h, Abs. 3, muss in jedem Kraftwagen ein Verbandskasten mitgeführt werden. Dieser sollte wenigstens zwei Mal im Jahr kontrolliert werden. Fehlende Pflaster und Verbände müssen regelmäßig nachgefüllt und auch das Haltbarkeitsdatum muss kontrolliert werden. Ist es abgelaufen und Sie geraten in eine polizeiliche Kontrolle, bezahlen Sie Strafgebühren. Bei einem Nicht-Mitführen des Verbandskastens werden 15 Euro fällig (Bußgeldkatalog 1. Mai 2014). Informieren Sie sich vor dem Kauf eines neuen Verbandskastens, wie lange dieser gültig ist. Da sich die DIN-Angaben dem medizinischen Fortschritt anpassen, werden diese regelmäßig geändert.

Tipp 2: Das Warndreieck sollte nicht fehlen!

Was ebenso nicht fehlen darf, ist das Warndreieck (StvO § 53a, Abs. 2). Ob ein Tier angefahren wurde oder ein Unfall passiert ist: Dank des Warndreiecks können nachfolgende Autofahrer rechtzeitig gewarnt und so weitere Unfälle verhindert werden. Das Aufstellen gehört zu den ersten Punkten, die man nach einem Zusammenstoß oder einer Panne befolgen sollte. Die Abstände zum Geschehen sind dabei genau vorgegeben – im Stadtverkehr beträgt der Abstand 50 Meter, auf Landstraßen 100 Meter und auf Autobahnen 200 Meter. Wiegt das Auto mehr als 3,5 Tonnen, muss zusätzlich zum Warndreieck eine Warnleuchte mitgeführt werden.

Tipp 3: Die Warnweste wird ab Sommer 2014 Pflicht!

Was muss im Auto sein? Seit dem 01. Juli 2014 eine Warnweste (StvO § 53a, Abs. 2). Andere Länder als Vorbild nehmend, ist auch auf deutschen Straßen das Mitführen der Warnweste Pflicht. Die roten, gelben oder orangenen Kleidungsstücke müssen das Kontrollkennzeichen EN 471 und einen Kontroll-Aufnäher auf der Innenseite tragen. Befindet sich die Warnweste im Innenraum, kann sie in Notsituationen sofort angezogen werden. Kann die Warnweste bei einer Kontrolle nicht vorgeführt werden, ist mit einem Verwarnungsgeld zu rechnen.

2. Was gehört ins Auto, um für alle Fälle gerüstet zu sein?

Nachdem Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste zu den Sachen gehören, deren Fehlen im Auto teuer werden kann, gibt es noch nützliche Helfer, die viele unangenehme Situationen erträglicher machen, aber nicht vorgeschrieben sind. Anhand einer Checkliste können Sie überprüfen, was im Auto sein muss und was Sie für sinnvoll erachten. Denken Sie dabei an alle möglichen Situationen, in die Sie geraten könnten. Dazu zählen unter anderem Pannen, Stau oder Frost - und das zu jeder Tageszeit.

  • Reserverad oder
  • Reifenfüllmittel / Reparaturschaum
  • Arbeitshandschuhe
  • Werkzeugkasten
  • Wagenheber
  • Radmutternschlüssel
  • Starthilfekabel
  • Abschleppseil
  • Taschenlampe
  • Ersatzglühlampen
  • Feuerlöscher

Was muss noch im Auto sein?

Hier können die Fahrzeughalter je nach individueller Vorliebe wählen. Sind sie viel auf Reisen, gehört ein Straßenatlas in den Wagen – auch wenn sich ein Navigationsgerät an Bord befindet, ist Papier verlässlicher als manche Technik. Auch eine Parkscheibe ist von Vorteil, wenn sich kein Parkautomat in der Nähe befindet und die Parkzeit begrenzt ist. Nicht nur im Sommer, sondern auch bei tiefstehender Wintersonne und blendendem Schnee ist eine Sonnenbrille ein nützlicher Gegenstand. Ebenfalls unerlässlich, vor allem in der kalten Jahreszeit: Eiskratzer, Handfeger, Frostschutzmittel zur Reserve, Folien für die Scheiben und Schneeketten. Auch die Decke schützt zum Beispiel im Stau oder bei einer Panne vor Kälte. Falls es zu einem Unfall kommt, ist man gut beraten, wenn man eine kleine Kamera und einen Stift und Zettel griffbereit hat, um alles genau zu dokumentieren.

Utensilien im Sommer

  • Sonnenbrille
  • Sonnenschutz
  • Wasserkanister
  • festes Schuhwerk
  • ausreichend Kühlflüssigkeit

Utensilien im Winter

  • Eiskratzer
  • Handfeger
  • Frostschutzmittel
  • Scheibenfolie
  • Schneeketten

3. Was muss im Auto sein, bevor es gekauft wird?

Bestellen sich zukünftige Fahrzeugbesitzer das Auto erst, können sie unter anderem Einfluss auf die Sonderausstattungen nehmen. Doch nicht alle sind sinnvoll. Welche zusätzlichen Ausstattungen in den PKW gehören, ist nicht nur abhängig von den persönlichen Vorlieben. Denken die Halter bei der Frage „Was muss im Auto sein?“ an den Wiederverkaufswert, sollten sie auch den Fahrzeugtyp im Blick haben.

Kleinstwagen brauchen kein eingebautes Navigationsgerät, Luxusklassen hingegen können aber mit diesem Zubehör punkten. Bei der Wertermittlung, die bei wirkaufendeinauto.de professionell durch geschultes Personal durchgeführt wird, kann sich der Wiederverkaufswert durch manch eine Sonderausstattung um einiges erhöhen. Weitere beliebte Extras, unabhängig vom Typ, sind zum Beispiel Sitzheizung, Klimaanlage, CD-Spieler, Xenonlicht und beheizbare Außenspiegel. Doch Lederausstattung, Tempomat und elektrisch verstellbare Spiegel sind wiederum bei höheren Fahrzeugklassen angebracht.