Polsterreinigung: Tipps & Tricks zum Autositze reinigen

Im Innenraum eines Autos werden die Sitze am meisten beansprucht und verschmutzen dementsprechend schnell. Wir verraten Dir, wie Autositze zu reinigen sind.

29.07.2014

Autositze mit Staubsauger reinigen

Es nützt nichts, wenn das Auto von außen glänzt und blitzt, so lange es im Innenraum nicht ebenfalls ordentlich aussieht. Vor allem beim Autoverkauf sollte der Innenraum gepflegt und sauber erscheinen, dafür reinigst Du neben dem Armaturenbrett und den Fußräumen auch die Autopolster. Besonders hartnäckig sind unter Umständen Rückstände von beispielsweise Schokolade oder Abdrücke von den Pfoten des geliebten Vierbeiners.

Wie Du die gröbsten Flecken herausbekommst, um Autositze zu reinigen, erfährst Du in unserem Magazin rund um das Thema Polsterreinigung. Bevor es losgeht, solltest Du zunächst einmal den kompletten Innenraum von persönlichen Gegenständen entfernen, um besser an die Autopolster heranzukommen.

1. Schritt für Schritt Autositze reinigen

Entweder benutzt Du zum Autopolster reinigen ein Sprühextraktionsgerät (Nassstaubsauger) oder Du reinigst ganz einfach und kostengünstig mit der Hand. Mit der richtigen Methode ist auch diese Form sehr effektiv. Zwar finden sich im Fachhandel Unmengen an Pflegeprodukten für Autopolster, doch im Prinzip reichen Wasser, Feinwaschpulver, mehrere Frotteehandtücher und ein wenig Essig.

Absaugen der Autositze

Autositze reinigen mit dem Staubsauger

Bevor Du mit der umfangreichen Polsterreinigung startest, sind zunächst sämtliche Krümel und Staubkörner aus den Autopolstern zu entfernen. Nimm dafür einen handelsüblichen Staubsauger mit einem flachen Aufsatz, um in jede Lücke zu gelangen. Sauge die Sitze gründlich ab und geh dabei sicher, dass sich keine Staubpartikel oder ähnliches mehr auf den Autopolstern befinden.

Gleichmäßiges Einreiben der Autopolster

Fülle zunächst heißes Wasser in einen 10-Liter-Eimer. Kaltes Wasser mindert den Effekt der Polsterreinigung, weshalb das Wasser etwa 50 Grad heiß sein sollte. Gib anschließend etwa 20 Gramm Feinwaschmittel in den Eimer. Dieses löst nicht nur den Schmutz, sondern sorgt zusätzlich für einen angenehmen Duft. Meistens lassen sich auf diese Weise auf dem Autositz befindliche Flecken entfernen.

Autositze reinigen mit einer Sprühflasche und blauem Tuch

Nutze nun eines der zurechtgelegten Frotteehandtücher und tauche es in den Eimer, um die Waschpulver-Wasser-Mischung gleichmäßig auf die Polster aufzutragen. Um die Autopolster zu reinigen, werden kreisförmige Bewegungen ausgeführt. Spare nicht mit dem Wasser, die Polster sollten gut durchnässt sein. Achte jedoch immer auf elektronische Geräte in unmittelbarer Nähe. Lass die Reinigungsflüssigkeit nun etwa 10 Minuten lang einwirken, damit sie auch ihre Tiefenwirkung erreicht.

Autopolster reinigen und trocknen

Nimm nach der Einwirkzeit ein neues sauberes Handtuch und reibe den Schmutz aus den Polstern heraus. Auf diese Weise wird ein Teil des Wassers bereits mit entfernt, doch solltest Du immer sicherstellen, dass sämtliche Feuchtigkeit auch restlos trocknen kann. Sonst könnten die Sitze anfangen zu schimmeln.

In jedem Fall helfen geöffnete Fenster, um die Feuchtigkeit entweichen zu lassen. Am besten entscheidest Du Dich an einem sonnigen Tag dafür, die Polster zu reinigen.

Frische und Glanz für die gereinigten Autositze

Autositze mit Essigwasser auf weißem Tuch einreiben

Sobald der Dreck entfernt und die Sitze wieder getrocknet sind, befüllst Du nach dem Autositze reinigen einen neuen Eimer mit Wasser und gibst einen Schuss Essig dazu. Reibe die Sitze mit dem Essigwasser ein – Farbfrische und Farbintensität werden dadurch erhalten.

2. Autositze mit Pflegemitteln reinigen

Autositze werden mit Polsterreinigungsgerät und schäumenden Pflegemitteln gereinigt

Viele Fahrzeughalter nutzen für die Polsterreinigung auch spezielle Pflegemittel auf Schaumbasis. Diese werden üblicherweise ebenfalls nach der Schmutzentfernung mit einem Polsterreinigungsgerät auf die Polster aufgetragen und nach einer Einwirkzeit mit dem Staubsauger abgesaugt. Beachte dafür immer die Angaben des Herstellers zur Anwendung.

Häufig benutzte Mittel sind zum Beispiel der A1 Polster-Schaum-Reiniger von Dr. Wack, der Xtreme Polster- & Alcantara Reiniger von Sonax oder auch der Aktiv-Innenreiniger von Caramba. Diese chemischen Reiniger helfen auch bei hartnäckigen Gerüchen und Flecken. Wenn sich trotz chemischer Mittel die Flecken nicht aus dem Autositz entfernen lassen, empfiehlt sich eine professionelle Polsterreinigung bei einem Fachbetrieb.

3. Gerüche mit Hausmitteln entfernen

Hausmittel wie Essig und Natron zur Reinigung von Autositzen

Wer statt Polsterreiniger zum Hausmittel greift, hat auch hier einige Möglichkeiten, um Autositze effektiv zu reinigen. Unangenehme Gerüche lassen sich meist bereits bei der oben beschriebenen Grundreinigung entfernen. Das Essigwasser bindet die meisten Geruchspartikel, wobei der Essiggeruch selbst schnell verfliegt. Eine etwas mildere Variante ist frisch gemahlener Kaffee.

Manche Gerüche verschwinden, wenn Du über Nacht eine Schale mit frischem Kaffeepulver ins Auto stellst. Dies hilft jedoch nur bei milden Geruchsquellen.

Kommt der unangenehme Geruch von zu viel Feuchtigkeit in Deinem Auto, könnten zum Beispiel die Regenabläufe verstopft sein. Hier hilft zunächst ein Besuch bei der Werkstatt, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Danach bekämpfst du die Folgen der hohen Feuchtigkeit im Fahrzeug mit einer Schale Salz, die eine Nacht lang im Auto bleibt. Dies wird so lange mit frischem Salz wiederholt, bis das Feuchtigkeitsproblem behoben ist.

Zigarettengeruch aus Autopolstern entfernen

Aus der Lüftung aufsteigender Dampf im Auto

Zigarettengeruch dauerhaft zu entfernen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Je nach Geruchsintensität ist es unter Umständen möglich, die Polster mit Zitronensaft einzureiben oder die zuvor genannten Hausmittel wie Essigwasser oder frisch gemahlenen Kaffee auszuprobieren. Falls diese Hausmittel nicht funktionieren, bietet sich noch eine Ozon-Behandlung an, die die meisten Gerüche im Auto erfolgreich bindet. Ob diese Vorgehensweise am Ende erfolgreich ist, hängt davon ab, wie intensiv im Auto geraucht wurde.