Wie bessert der Beulendoktor Dellen aus?

Ob durch Parkrempler, herabfallende Äste oder Hagel - schnell ist eine Delle oder Beule am Auto. Erfahren Sie hier, wie der Beulendoktor vorgeht und was Sie vom Ergebnis erwarten können.

28.04.2014

Beulendoktor Beule

Durch Fehler beim Einparken, herabfallende Äste oder sogar durch Hagel kommt es schnell zu Dellen und Beulen im Auto. Allerdings ist nicht jeder Schaden am Auto so groß, dass das Fahrzeug sofort zur Reparatur in eine Werkstatt muss. Bei kleineren Problemen hilft auch der sogenannte Beulendoktor, ein Fachmann, welcher Dellen und Beulen ausbessert, ohne sofort Lackieren zu müssen. Die Lösung heißt in den meisten Fällen Smart Repair. Ein Beulendoktor drückt, beziehungsweise zieht Beulen im Blech mit Spezialwerkzeugen heraus. Diese Form der Reparatur wird in Fachkreisen auch Lackschadenfreie Ausbeultechnik genannt. Zu den Schäden, die ein Beulendoktor beseitigt, gehören:

  • Hagelschäden
  • Kleine bis mittlere Dellen
  • Parkplatzdellen
  • Türkantenschläge
  • Beulen & Dellen bei denen der Lack nicht abgeplatzt ist

1. Ausbeultechniken vom Beulendoktor

Beulendoktoren arbeiten meist in Ausbeulfachbetrieben, in denen Sie Blechschäden mit Hilfe spezieller Werkzeuge ganz einfach beseitigen. Ein Vorteil des Beulendoktors ist, dass die Kosten der Ausbesserung besonders niedrig gehalten werden, weil die Karosserieteile nicht vollständig ausgebaut – ausgebessert – und wieder eingebaut werden müssen. Der Beulendoktor übt das Ausbeulen punktuell aus und spart demnach Zeit und Kosten. Es gibt zwei verschiedene Methoden der Lackschadenfreien Ausbeultechnik, die der Beulendoktor anwendet:

  1. Dellendrücktechnik: Vor allem bei einem Hagelsturm werden viele Autos gleichzeitig Opfer von mehreren kleinen Beulen und Dellen. Ein Beulendoktor ist dann die Lösung, der mit speziell gebogenen Stangen aus Stahl sämtliche Dellen von der Blechrückseite aus gezielt herausdrückt. Um so exakt wie möglich zu arbeiten, nutzt der Beulendoktor bestimmte Lampen, um Dellen und Verzerrungen genauer zu erkennen und entsprechend auszubessern.
  2. Klebetechnik: Etwas aufwendiger aber stark verbreitet ist die Klebetechnik, die dem Beulendoktor ermöglicht, unzählige Bauteile am Pkw auszubessern. Hierbei wird ein nach außen gewölbter Klebeknopf (Adapter) exakt in das Zentrum der Delle geklebt. Mit einem Zughammer wird dieser Adapter ruckartig so abgezogen, dass die verformte Delle zu einer Beule wird, welche wiederum einfach in die ursprüngliche Form zurückgeschlagen werden kann. Je nach Größe der Delle werden unterschiedliche Adapter verwendet. Durch die Klebetechnik werden die Kosten für den Beulendoktor so gering wie möglich gehalten.

2. Beulendoktor Preise & selbstständig ausbeulen

Das Entfernen einer Delle, die etwa so groß wie ein zwei Euro Stück ist, kostet durchschnittlich etwa 30 bis 50 Euro. Je größer die Beule, desto teurer die Ausbesserung. Viele Beulendoktoren arbeiten mit Lackdoktoren zusammen, sodass auch Dellen und Beulen mit kleineren Lackschäden keine Unkosten verursachen. Wer dennoch selbst den Beulendoktor an seinem Fahrzeug mimen möchte, kann sich dafür die wichtigsten Werkzeuge im Baumarkt besorgen:

  • Heißluftpistole
  • Gummihammer
  • Schwerlast-Saugnapf
  • Werkzeug zum Ausbauen der Verkleidung

Vorsichtig sollte zunächst die Innenverkleidung entfernt und anschließend das Blech erwärmt werden – Achtung, Lack kann verbrennen. Halten Sie deshalb mindestens zehn Zentimeter Abstand mit der Heißluftpistole. Nun wird der Gummihammer oder Schwerlast-Saugnapf angesetzt, wenn die Delle nicht schon vorher mit der Hand ausgebeult wurde. Will man eine Beule oder Delle selbst entfernen, muss man immer behutsam vorgehen, um hinterher keinen größeren Schaden als vorher zu haben. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt sich der Gang zum professionellen Beulendoktor.

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