5 Dinge die Ihnen beim Privatverkauf das Genick brechen

Sie wollen Ihr Auto verkaufen? Sie sind nicht allein damit! Denn 95 Prozent aller Besitzumschreibungen erfolgen heute von privat. Beim Privatverkauf wissen Sie jedoch nie genau, an wen Sie geraten und was nach dem Verkauf noch auf Sie zukommen kann. Erfahren Sie in nur fünf Punkten, welchen Widrigkeiten Sie beim Privatverkauf unbedingt aus dem Weg gehen sollten!


1. Die Probefahrt: Immer die Kostenübernahme im Schadensfall regeln!

Klar! Ohne Probefahrt kein Verkauf des Gebrauchtwagens. Doch stellen Sie vor der Probefahrt sicher, dass Ihnen keine Nachteile entstehen! Risiken sollte hier von Anfang an vorgebeugt werden. Hüten Sie sich davor Ihr Auto jemandem ohne gültige Fahrerlaubnis zu überlassen! Dies ist strafbar. (§ 21 I Nr. 2 StVG). Einfach und effektiv ist hier nicht nur die Frage nach Führerschein und Personalausweis, sondern zudem ein schriftlicher Vertrag. Darin bestätigt der Probefahrer zum Beispiel, dass seine Unterlagen gültig sind. Was Sie noch beachten sollten:

  • Probefahrt? Sie fahren mit! Währenddessen behalten Sie den Führerschein des Fahrers.
    Der Personalausweis darf hingegen nicht mehr als Pfand verlangt werden (§ 1 Abs. 1 S. 3 PAuswG).
  • Weil Diebstahl nicht auszuschließen ist, werden die Zulassungspapiere Teil II (früher: Fahrzeugbrief) bei der Probefahrt nicht mitgeführt!
  • Probefahrt nur mit angemeldetem Fahrzeug und schriftlicher Vereinbarung!

Probefahrt nur mit angemeldetem Fahrzeug!

Eine Probefahrt ist nur mit angemeldetem Fahrzeug möglich. Denn mit der Anmeldung beim Straßenverkehrsamt sind PKW automatisch haftpflichtversichert. Somit verfügt in der Regel auch der Probefahrer über ausreichend Versicherungsschutz und ist gegenüber Schäden an Dritten abgesichert. Wichtig: Überprüfen Sie, ob Ihr Versicherungsschutz eine Probefahrt einschließt! Außerdem sind Probefahrten im Rahmen von Kurzzeitzulassungen versichert.

Schäden am Fahrzeug werden nur bei Vollkaskoschutz vollständig gedeckt. Nicht jedoch bei grober Fahrlässigkeit. Also bei besonders riskanten Fahrmanövern oder Einfluss von Drogen. Dann können Versicherungsleistungen eingeschränkt oder ganz verweigert werden.

Tipp von wirkaufendeinauto.de: Vor der Probefahrt immer eine schriftliche Vereinbarung mit dem Probefahrer abschließen! Hier wird vereinbart, wer im Schadensfall haftet:

  • Wer bezahlt eine Selbstbeteiligung?
  • Wer kommt für eine Herabstufung der Schadenfreiheitsklasse auf?
  • Wer begleicht Bußgelder, die nach der Fahrt verordnet werden?
  • Wie gehen Sie mit dem Wertverlust Ihres Autos nach einem Unfall um?
Ein Musterformular für eine schriftliche Probefahrtvereinbarung bieten beispielsweise die Automobilclubs zum Herunterladen an.


2. Der Kaufvertrag: Sachmängelhaftung ausschließen!

Haben Sie als privater Verkäufer die Sachmängelhaftung (früher: Gewährleistung) ausgeschlossen? Denn in Deutschland sieht das Gesetz für die zwei Jahre nach einem Verkauf eine Haftung für auftretende Mängel vor. Als privater Verkäufer können Sie eine Gewähr jedoch ausschließen!

Verantwortlich für Reparaturen sind Sie dann nur noch bei ausdrücklichen Garantiezusagen oder bei nachweisbarer Arglist - sollte sich nach Verkauf ein Mangel am Fahrzeug zeigen, der verschwiegen wurde. Das heisst: Nur wenn der Käufer über alle entscheidenden Eigenschaften des Fahrzeugs informiert ist, kann ein Vertrag die Haftung für sämtliche Mängel nach dem Verkauf ausschließen.

Eine für den Kaufvertrag geeignete Formulierung ist zum Beispiel: „Das Fahrzeug wird unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft.” Eine Formulierung wie „Gekauft wie gesehen” schließt dagegen nur die Haftung für sichtbare Mängel aus. Fehlen dem Muster des Kaufvertrags die für den Ausschluss gängigen Formulierungen, ergänzen Sie den Vertrag! Nur dann sind Sie auf der sicheren Seite.


3. Täuschung: Mehr als ein Kavaliersdelikt!

Natürlich wollen Sie Ihren Gebrauchten gut loswerden. Und das Auto soll zu diesem Zweck noch einmal im besten Licht erscheinen. Natürlich waschen, polieren und putzen Sie Ihr Auto, bevor Sie es zum Verkauf anbieten. Denn bekannt ist, dass sich ein glänzendes Auto besser und schneller verkauft, als ein Fahrzeug, das ungepflegt wirkt.

Doch hüten Sie sich davor Ihr Fahrzeug beim Inserieren übermäßig zu loben. Denn bei einer Besichtigung fällt eine solche Übertreibung schnell auf! Zwar liegt hier noch keine Täuschung vor und Sie haben theoretisch nichts zu befürchten. Trotzdem fordern weitgereiste Interessenten in diesem Fall nicht selten eine Erstattung der Anfahrtskosten. Ersparen Sie sich daher den Ärger und bleiben Sie bei der Wahrheit!

Was Sie beachten müssen

Faustregel: Was der Optik dient, ist grundsätzlich erlaubt, was der Täuschung dient nicht! Ein klassisches Beispiel für „Frisieren” und damit für Täuschung ist das Einfüllen von besonders dickflüssigem Öl, um Nebengeräusche des Motors zu vertuschen. Achtung: Nach Aufdeckung von arglistiger Täuschung ist nicht nur der Kaufvertrag rückgängig zu machen. Der Verkäufer muss dann auch mit einer Anzeige wegen Betrugs rechnen.

4. Die Abmeldung: Dafür ist der Verkäufer zuständig!

Die Abmeldung ist einer der wichtigsten Schritte im Verkaufsprozess. Oftmals wird vereinbart, dass sich der Käufer um die Ummeldung des Fahrzeugs kümmert. Doch kann hier genauso wie bei der Probefahrt ein Unfall oder auch Missbrauch durch Dritte vor der Ummeldung nicht ausgeschlossen werden. Deshalb Auto vor dem Verkauf abmelden! So können Sie sich viel Ärger ersparen! Denn nur dann werden Sie nicht mehr dafür herangezogen, was nach dem Verkauf damit passiert.
Wofür nicht herangezogen werden?

  • Nicht für Strafzettel des Käufers!
  • Nicht bei Unfall des neuen Besitzers!
  • Nicht bei Missbrauch des verkauften Fahrzeugs durch Dritte!

Achtung!

Informieren Sie den Käufer rechtzeitig bevor Sie Ihr Auto abmelden! Vor der Übergabe muss der neue Besitzer dann ein Kurzzeitkennzeichen besorgen und so sicherstellen, dass bei Mitnahme des Autos Versicherungsschutz besteht.

Da jenseits von Ihrem eigenen Aufwand mit der Abmeldung des Autos auch ein relativ hoher Aufwand für den Käufer entsteht, werden manche Kaufinteressenten davon abgeschreckt sein. So können Sie vom Verkauf Ihres Autos abgehalten werden! Ein klarer Vorteil von wirkaufendeinauto.de: Beim Verkauf Ihres Autos an uns entfällt die Abmeldung! Wir übernehmen alle Angelegenheiten schnell und sicher für Sie!


5. Die Bezahlung: Übergabe nur mit der Bank!

Die Tricks der Betrüger sind vielfältig: Ein Scheck kann platzen. Aus dem Ausland wird die Zahlung zuerst mit Paypal getätigt und dann zurückgezogen. Hierzulande wird gerne sofort eine kleine Anzahlung geleistet, der Rest wird später überwiesen - angeblich.

Sehr weit verbreitet ist die Barzahlung, da mit ihr einige Vorteile einhergehen. Denn wenn das Geld auf dem Tisch liegt, können die Fahrzeugpapiere übergeben werden. Soweit die Idee. Doch bewährt hat sich: Geldübergaben nur mit der Bank! Treffen Sie sich direkt in einer Bankfiliale. Folgendes sollten Sie sich damit ersparen:

  • Nicht auf Falschgeld hereinfallen, sondern Käufer dazu auffordern Geld vor Ort abzuheben!
  • Nicht alleine da stehen und von Komplizen des Käufers bestohlen werden!

Einige Alternativen zur direkten Auszahlung am Geldautomaten gibt es dennoch. So laufen zum Beispiel Bundesbankschecks nicht auf den Namen des Käufers, sondern auf den der Bank. So kommen Sie sicher an Ihr Geld, denn die Bank steht in diesem Fall für die Einlösung ein! Diese Art von Scheck bieten neben der Bundesbank auch einige Direktbanken an. Ob es zu dieser Zahlungsart kommt, hängt vom Käufer ab!

Hat der Käufer ein Smartphone, so kann er auch „Easy Car Pay” nutzen, das immerhin vom TÜV Saarland zertifiziert wurde. Zuerst wird das Geld vom Käufer auf ein deutsches Bankkonto überwiesen. Kurz darauf erhalten Sie eine SMS, die den Zahlungseingang bestätigt.


Fazit: Problemen aus dem Weg gehen und Auto bei uns verkaufen.

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