Wie spare ich mit Saisonkennzeichen Kosten für mein KFZ?

Mit Saisonkennzeichen kosten Versicherung und KFZ-Steuer wegen des eingeschränkten Nutzungszeitraums weniger. Die geringeren Kosten sind ein deutlicher Vorteil.

Saisonkennzeichen sind besonders bei Haltern von Sommerfahrzeugen beliebt. Dazu zählen etwa Oldtimer, Cabrios oder Camper. Der Halter zahlt Steuern und Prämien für die KFZ-Versicherung nur anteilig. Doch auch ein Saisonkennzeichen hat seinen Preis: Der Nutzungszeitraum ist eingeschränkt.

Außerhalb der Saison benötigst Du für Dein Auto einen privaten Stellplatz. Es ist Dir nicht erlaubt, es auf öffentlichem Grund abzustellen. Das Anmieten eines geeigneten Stellplatzes verursacht zusätzliche Kosten für ein Saisonkennzeichen. Es lohnt sich also nicht in jedem Fall.

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1. Saisonkennzeichen und die Kosten: Das sind die Regelungen

Sparschwein und Münzen

Während die meisten Erstwagen das ganze Jahr gefahren werden, stehen viele Zweit- oder Drittwagen in der kalten Jahreszeit in der Garage. Mit einer normalen Zulassung zahlen Halter Beiträge und Steuern auch in der Zeit, in der der PKW weder eine Umweltbelastung noch ein Versicherungsrisiko darstellt.

Saisonkennzeichen

Seit 1997 gibt es das Saisonkennzeichen. Damit ist Dein Auto zum Saisonbeginn automatisch an- und zum Saisonende abgemeldet. Du zahlst dann nur von Saisonbeginn bis Saisonende Versicherungsbeiträge und KFZ-Steuer. Beginn und Ende dieses Zeitraums legst Du selbst fest. Eine Saison ist aber mindestens zwei und maximal elf Monate lang.

Eine Saison beginnt am ersten Tag des Anfangsmonats und endet am letzten Tag des Endmonats. Meldest Du beispielsweise ein Wohnmobil mittels Saisonkennzeichen von Mai bis September an, hast Du die Möglichkeit, vom 1. Mai bis zum 30. September am öffentlichen Straßenverkehr teilzunehmen.

Für jeden Monat, in dem das Fahrzeug angemeldet ist, fallen Steuern und Versicherungsbeiträge an. Überlege Dir deswegen genau, für welchen Zeitraum Du Dein Auto anmeldest. So minimierst Du Kosten. Doch spare nicht zu viel: Denn bist Du doch einmal gezwungen, Dein Auto außerhalb der Saison zu nutzen, kostet Dich dies ein Bußgeld.

2. Was kosten Saisonkennzeichen?

Beim Antrag auf ein Sonderkennzeichen (wozu auch das Saisonkennzeichen zählt) entstehen je nach Bundesland unterschiedliche Kosten. Die Gebühr ist nicht bundesweit einheitlich geregelt, regionale Preisunterschiede sind aber klein. Meist liegt die Antragsgebühr zwischen 25 und 28 Euro. Außerdem zahlst Du für das Prägen der beiden Nummernschilder etwa 15 bis 25 Euro. Ein Saisonkennzeichen kostet also bei Antragstellung zwischen 40 und 55 Euro. Wie viel KFZ-Steuer Du zu zahlen hast ermittelt unser Rechner für Dich:


Mögliche Kosten auf einen Blick

Antragsgebühr

  • zwischen 25 und 28 Euro

Prägen der Nummernschilder

  • zwischen 15 und 25 Euro

Gebühr für Wunschkennzeichen

  • 10,20 Euro

Bedenke auch die Kosten für einen Stellplatz in einer Garage oder auf einem privaten Parkplatz. Die Miete übersteigt schnell die Ersparnis durch ein Saisonkennzeichen. Ohne eigenes Grundstück mit ausreichend Platz oder einer Garage kostet ein Saisonkennzeichen also mehr.

Die mögliche Alternative zum Saisonkennzeichen und den Kosten

Auto auf Münzstapeln

Du möchtest mehr Flexibilität als ein Saisonkennzeichen mit festgelegtem Gültigkeitszeitraum bietet? Möglich wird das durch selbstständiges An- und Abmelden bei der Zulassungsstelle. Damit legst Du „Deine Saison“ individuell fest. Je nach Fall rechnet sich das gegenüber einem Saisonkennzeichen bereits ab dem zweiten Jahr.

Das jährliche An- und Abmelden kostet Dich rund 20 Euro. Die Kosten für die KFZ-Versicherung und die fälligen Steuern werden Dir anteilig erstattet. Für jeden Tag im Jahr, an dem das Auto abgemeldet ist, erhältst Du Geld zurück.

Faustregel: Ist der Beitrag für eine ganzjährige Zulassung samt regelmäßiger An- und Abmeldung nach Abzug der rückerstatteten Gebühren niedriger als die Gebühr für ein Saisonkennzeichen? Dann lohnt sich das Saisonkennzeichen in Bezug auf die Kosten nicht.

3. Saisonkennzeichen haben ihren Preis

Entscheidest Du Dich für ein Saisonkennzeichen, bedeutet das nicht nur Ersparnisse, sondern auch Einschränkungen. Ist die Saison vorbei, ist Dein Auto vorübergehend abgemeldet. Ist das Wetter dann auch im November noch so gut - der abgemeldete Wagen bleibt stehen.

Mit dem Saisonende erlischt die Erlaubnis, den Wagen im Straßenverkehr zu betreiben. Ein abgemeldetes Auto stellst Du ausschließlich auf privaten Parkplätzen, privaten Grundstücken oder in privaten Garagen ab. Das Abstellen auf öffentlich zugänglichen Parkplätzen oder Straßen ist nicht gestattet.

Stellst Du Dein Auto außerhalb der Saison unrechtmäßig auf öffentlichem Grund ab, drohen weitere Kosten. Zum Bußgeld von 40 Euro kommen Abschleppkosten, die die Höhe des Bußgelds weit übersteigen.

4. Versicherung mit Saisonkennzeichen

Bevor Du den Antrag auf ein Saisonkennzeichen stellst, brauchst Du eine entsprechende Versicherung. Vom Versicherer Deiner Wahl erhältst Du die siebenstellige eVB-Nummer, die die Zulassungsstelle für den Antrag benötigt. Sie dient der elektronischen Versicherungsbestätigung. Während das Fahrzeug angemeldet ist, besteht voller Versicherungsschutz.

Ein Dieb bricht ein Auto auf

Während der Ruhezeit, also wenn Dein Wagen außerhalb der Saison automatisch als abgemeldet gilt, besteht trotzdem noch ein sogenannter Grundschutz. Dieser greift, wenn Dein Wagen aus der Garage gestohlen wird oder Schaden nimmt.

Als Halter eines Autos mit Saisonkennzeichen sparst Du außerhalb der Saison Versicherungs- und Kaskobeiträge. Das heißt allerdings auch, dass in diesem Zeitraum kein Haftpflichtschutz besteht. Verursachst Du einen Unfall, zahlst Du nicht nur ein Bußgeld, sondern übernimmst volle Verantwortung für alle Schäden an allen beteiligten Fahrzeugen und/oder Personen.

5. Tipps zum Sparen bei der Versicherung

Ein Saisonkennzeichen verringert die Kosten eines Autos auch indirekt. Versicherungen bieten zum Beispiel Vergünstigungen für Wenigfahrer (bei einer besonders kurzen Saison) und geringere Prämien durch Selbstbeteiligung oder abgesicherte Stellplätze (wie zum Beispiel Garagen).

Meldest Du Deinen Saisonwagen für mindestens sechs Monate des Jahres an, so bieten viele Versicherer auch die Möglichkeit, noch mehr zu sparen: Eine unfallfreie Saison bedeutet oft eine bessere Schadenfreiheitsklasse.