Wunschkennzeichen: Mehr Individualität im Straßenverkehr

Ein persönliches Wunschkennzeichen schafft Möglichkeiten, das eigene Auto zu individualisieren. Nicht alles ist erlaubt, trotzdem sind die möglichen Variationen vielfältig.

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Wunschkennzeichen kennen viele aus den USA. Auch hierzulande haben immer mehr Autofahrer Interesse daran. Besonders beliebt sind Wortspiel-Kombinationen. Dabei handelt es sich etwa um einen Namen wie AN-NA. Oder die Anordnung stellt eine lustige Anspielung wie BAR-BY dar. Aufgegriffen werden jedoch ebenso Sportvereine oder Bands wie AC-DC.

Auch in Deutschland bestehen mittlerweile zahlreiche Optionen, das Nummernschild zu personalisieren. wirkaufendeinauto.de erklärt, welche Möglichkeiten Dir bei der Zulassung Deines KFZ-Wunschkennzeichens zur Verfügung stehen, welche Fristen gelten und welche Kosten auf Dich zukommen.

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1. Grundlegendes zur Thematik Wunschkennzeichen

Wunschkennzeichen

Wunschkennzeichen existierten in Deutschland bereits im Jahr 1992. Allerdings war das Angebot zu dieser Zeit noch stark eingeschränkt. Aufgrund ihrer Verwechslungsgefahr mit Ziffern ließen sich bis dahin zahlreiche Buchstaben wie B, F oder G nicht verwenden. Dies änderte sich im Jahr 2000, als mit I, O und U die letzten Buchstaben des regulären Alphabets verfügbar wurden.

Auf dem Nummernschild befinden sich sogenannte Unterscheidungs- sowie Erkennungszeichen. Beide Zeichenarten werden in der nachfolgenden Tabelle detaillierter erklärt:

Unterscheidungszeichen

  • Buchstabenkombination, die den Landkreis oder die kreisfreie Stadt angibt
  • besteht aus ein bis drei Buchstaben
  • ist feststehend

Erkennungszeichen

  • Kombination aus Buchstaben und Ziffern
  • dient der Identifizierung eines spezifischen Fahrzeugs
  • besteht aus ein bis zwei Buchstaben und einer bis vier Ziffern
  • mögliche Kombinationen sind vom Zulassungsbezirk abhängig

Bei der Wahl des persönlichen Nummernschildes sind vor allem Abkürzungen aus der Zeit des Nationalsozialismus verboten. So werden etwa Kombinationen mit HJ, KZ, NS, SS und SA in keinem der 16 deutschen Bundesländer vergeben. Zusätzlich bestehen regionale Verbote wie etwa im Saalkreis (Sachsen-Anhalt). Dort wird das Kürzel SK-IN nicht ausgegeben.

2. Wie gelange ich an mein persönliches KFZ-Wunschkennzeichen?

Wunschkennzeichen Deutschland

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, um an das individuelle KFZ-Wunschkennzeichen zu kommen. Die erste Option bietet sich bei der An- oder Ummeldung des Fahrzeugs. Im Zuge dieser Prozedur wirst Du von dem jeweiligen Sachbearbeiter gefragt, ob ein bestimmtes Kennzeichen gewünscht ist. Dieser schaut anschließend in der Datenbank nach, ob das gewählte Wunschkennzeichen zur Verfügung steht. Ist die Kombination noch frei, erhältst Du das Nummernschild. Andernfalls werden ein bis zwei Alternativen abgefragt.

Wesentlich entspannter gestaltet es sich, online das gewählte Wunschkennzeichen zu reservieren. Diese Option bieten alle Zulassungsstellen über ihre Website an. Dazu gibst Du lediglich das gewünschte Kennzeichen in die Suchmaske ein. Danach wählst Du aus, ob Du das Nummernschild zum Beispiel für einen PKW oder ein Moped benötigst. Die Datenbank wird nun das Wunschkennzeichen prüfen. Falls es bereits vergeben ist, probierst Du einfach eine andere Kombination. Zusätzlich besteht online auch die Möglichkeit, das Wunschkennzeichen zu prüfen, ohne eine Reservierung zu erwirken.

Am 1. November 2012 trat die Kennzeichenliberalisierung in Kraft. Seitdem sind zahlreiche bereits ausgelaufene Kennzeichen wieder zulässig. Die etwa 300 von aufgelösten Städten und Landkreisen stammenden Altkennzeichen verteilen sich über das gesamte Bundesgebiet. Sie tragen zu einer noch größeren Auswahl bei den individualisierten Nummernschildern bei.

Kosten und Fristen

Der Preis für ein Wunschkennzeichen fällt etwas höher aus als für die gewöhnliche Variante. Der Aufschlag beträgt bundeseinheitlich an allen Zulassungsstellen 10,20 Euro. Zusätzlich fallen noch einmal 2,60 Euro an, falls eine Reservierung vorgenommen wird. Damit liegen die Mehrkosten bei knapp 13 Euro. Die grundsätzliche Höhe der Gebühr für eine Neuzulassung oder Ummeldung ist vom zuständigen Zulassungsbezirk abhängig. Hier existiert keine einheitliche Regelung. Die exakten Preise lassen sich auf der Internetpräsenz der jeweiligen Behörde einsehen.

Wie lange das KFZ-Wunschkennzeichen reserviert bleibt, fällt von Behörde zu Behörde unterschiedlich aus. In einigen Städten wie Hamburg ist die Frist mit zwei Wochen sehr kurz gehalten. In Berlin beträgt die Zeitspanne dagegen zwei Monate. In Potsdam sind es sogar 180 Tage. Viele Zulassungsbehörden räumen ihren Kunden darüber hinaus die Möglichkeit einer Fristverlängerung ein. Für gewöhnlich wird dabei ein fest definierter Aufpreis fällig. Ob mit oder ohne Fristverlängerung: Obwohl die Zuteilung für das Wunschkennzeichen in der Regel erfolgreich verläuft, besteht kein Rechtsanspruch.

3. Kennzeichenübernahme bei Neuwagenkauf?

Wunschkennzeichen Reservierung

Manche Menschen haben ihre favorisierte Kombination für das Nummernschild bereits gefunden. Für solche Fahrzeughalter besteht bei einer Ummeldung kein Interesse, das Kennzeichen zu wechseln, was auch nicht nötig ist: Sowohl bei einer Ummeldung als auch einem Fahrzeugwechsel hat eine Abmeldung zu erfolgen. Im Zuge dieser Prozedur besteht die Option, eine Reservierung auf das alte Wunschkennzeichen vorzunehmen. Diese kostet ebenfalls 12,80 Euro, ist damit kostengünstiger als der Erwerb eines neuen Nummernschildes. Zudem funktioniert die Mitnahme ohne Wartezeit.

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